25.09.2010

Braunschweig, B58 Bandcontest

Im üblichen Losverfahren wurden um 19 Uhr die Reihenfolge der Bands ausgelost. Nicht ganz einfach, da zwei Bands aus Braunschweig irgendwie nicht wirklich anwesend waren. Sie kamen dann "später". Das war aber kein Problem, da der Contest mangels Publikum erst um 20:30 mit der ersten Band (Snareset aus Nordrhein-Westfalen) begann. Aber der Auftakt dieser Band war klasse und wurde von allen Mitmusikern unterstützt, da sie - von weit angereist - auch keine eigene Fanbase in Braunschweig hatten. Lt. Jury- und Publikums-Entscheidung (beide wurden 50:50 gewertet) wurden sie vierter beim Contest.

Die zweite Band war First Influence, eine Hip-Hop-Band aus Braunschweig. Da Hip-Hop nicht mein Ding ist, kann ich dazu nicht viel sagen. Sie wurden im Endeffekt dritter im Contest.

Als dritte Band durften wir an den Start gehen. Peter P. hatten wir einen Maulkorb angelegt. Er sollte weniger Reden, damit wir mehr spielen konnten. Aber diese Entscheidung erwies sich als Fehler.
Kurzum, wir hatten wie immer Spaß auf der Bühne, aber irgendwie konnten wir nicht in gewohnter Manier das Publikum fesseln, was uns den fünften Platz im Contest einbrachte. Mich persönlich hat das extrem irritiert. Als Newbie beim Bassen und Neuling in der Band war ich eigentlich Anderes gewohnt und machte mir mehr Gedanken um das Publikum als um unseren Auftritt.

Vierte Band war "A Day Of Mine". Gut gemachter Metalcore aus der Nähe von Bremen. Professionell und menschlich erste Sahne, stellten sie ihr Equipment zur Verfügung und verkürzten die Warterei auf den Anfang des Contests auf ein Minimum. Technisch einwandfrei und ein mit Power eingespieltes Team begeisterten die Zuschauer. Ein zweiter Platz im Contest gab dieses ebenfalls wider.

Und es sollte sich wieder bewahrheiten: Die letzten werden die ersten sein. Als alternative Band angekündigt erspielte sich Tramper minimalistisch mit drei Musikern als Band den wohlverdienten ersten Platz. Trotz introvertiert ausgelegter Schüchternheit überzeugte die Band musikalisch und mit technischem Können nicht nur die Jury sondern auch das Publikum.

Auch wenn wir nicht unter den ersten waren, war dieser Abend dennoch ein Erfolg. Denn unsere eigene Aftershow-Party mit unseren Freunden und ohne Zeitdruck brachte - wie immer - das Beste von uns vor: Unsere Kreativität und unseren Spaß am Musik machen.
Denn lange nachdem das B58 seine Tore geschlossen hatte, saßen wir noch mit akustischer Verstärkung und Freunden im Proberaum und machten Musik ... und solidarisierten uns mit den Bands, deren Anreise über zwei Stunden dauerte.

 Chris

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